„YSL“ – DAS Zeichen für Eleganz in der Welt der Damen

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Yves Saint Laurent © Musée Yves Saint Laurent Paris

Keiner prägte und revolutionierte die Welt der Damen so sehr wie Yves Saint Laurent. Der Krieg war vorbei. Die Damen konnten sich wieder in Stoffe von mehreren Metern laben. Dior brachte die Fülle. YSL als sein Zögling veränderte das Dior-Bild nach seinem Tod. Und damit begann die Revolution. Zunächst noch in kleinen Schritten einerseits begeistert aufgenommen, andererseits nicht wirklich. Doch dieses Talent, welches sich in seinen frühen Jahren offenbarte, wollte hinaus in die Welt, sie erobern. Sein lebenslanger Freund, lange Zeit auch Partner, kümmerte sich um die geschäftlichen Belange. Mit seinem Gespür fürs Geschäftliche bis über deren beider Tod hinaus, legten beide die Grundlage für Ihr Vermächtnis schon in frühen Jahren.

YSL ©Atelier Holger Sommer
YSL ©Atelier Holger Sommer

Yves Henri Donat Mathieu-Saint-Laurent *1. August 1936 in Oran, Algerien geboren. Brachte der Modewelt der Damen eine schlichte pure Eleganz wie kein anderer. Sein Schnitt, die Linien, der Fall der Stoffe, zu jeder Zeit die modernsten ihrer Art. So nahm er die Kunst mit auf seinen Weg, wurde von ihr inspiriert und verewigte sie. Verewigte Bilder der Wand in gehende Bilder am Körper der Frau. Ob nun Mondrian, Picasso, auch die Bilder der Straße. Sein Erholungsort, Marrakesch, das Licht, die Farben ließ er in seine Mode mit einfließen. Diese Eindrücke inspirierten ihn sein Leben lang. Er war der erste Designer, der sich nackt in der Werbung zeigte. Ein Aufschrei in der damaligen Zeit. Der zeigte Wirkung. Heute ist Nacktheit in der Mode, Werbung ein Muss zum Verkaufen. Damals, als seine transparenten Blusen über den Steg liefen. Die Damen in Ohnmacht fielen. Heute normal. Auch wenn die Marlene schon vor dem Krieg den Smoking trug. YSL brachte ihn an die Frau. Der absolute Männer-Anzug. An der Frau. Seine Schnittkunst ließ die Frau ebenso wunderbar darin aussehen. Dämonisch, Elegant. So wurde in jeder Kollektion die Form weiterentwickelt. Neu interpretiert. Frau und Anzug heute in der Geschäftswelt. Einfach normal. So unterstütze er die Frau auf dem Weg der Gleichberechtigung.

Persönlich, an Leib und Seele, stand es anders um ihn. Von Haus aus schlaksig, mental launisch, wurde er in seiner Jugend gemobbt. Die Zeit beim Militär sollte sein Leben dramatisch verändern. Nach einem Nervenzusammenbruch wurde er in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. Dort mit Elektroschocks und Drogen behandelt. Machten die Ärzte aus ihm einen Drogenabhängigen für den Rest seines Lebens. Pierre Berge schaffte es ihn aus der Klinik zu holen und ihm die Stütze zu sein, die er brauchte. YSL war es dadurch möglich, sich auf die Kunst der Mode zu konzentrieren, P. Berge, der Geschäftsmann, leitete die Geschicke des Unternehmens. Vieles nach gemeinsamen Ideen. Berge setzte es in die Tat um.

Sein Style seine Inspiration wirkt und wird noch lange in die Zeit hineinwirken. Er beschritt neue Wege. Sie begannen als schmaler Pfad. Nun sind zwei Museen eröffnet worden. Mit Hunderten, Tausenden von Kleidern, Zeichnungen, Ideen. Auch dies lange, von YSL und P. Berge von sehr langer Hand vorbereitet und finanziert. Eins in Marrakesch, seinem Rückzugsort und eins in Paris. Der Stadt seines Wirkens. So wird die Welt von YSL noch lange seine Sonne ausbreiten, an der sich die Menschen erfreuen können und lernen was es heißt, jemanden elegant anzuziehen.

Die Männermode folgt diesem Ruf. Schlicht. Elegant. Angezogen. Alles am richtigen Platz, nicht zu viel oder zu wenig. Elegante Linie, Stoffe die „Fallen“. Als gäbe es nichts anderes.

Noch ein kleiner Ratsch am Rande. In den wilden 70ern. War es eine Freundschaft zwischen YSL und K. Lagerfeld. Sie lernten sich beim Wettbewerb des internationalen Wollsekretariats kennen, gewannen in ihren Kategorien. Später, beide auf dem Weg an die Spitze soll es auch um einen Mann gegangen sein. Jacques de Bascher, Dandy und Lebemann, weckte beider Interessen. YSL gewann, zeitweilig. Und aus der Freundschaft zu K. Lagerfeld wurde Rivalität. So wird diese Geschichte erzählt.

Zu den Seiten der Museen über YSL:
museeyslparis.com
museeyslmarrakech.com

 

 

 

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Holger Sommer ist gelernter Couturier und ein kreativer Typ, der das Bild liebt. Das Bild an der Wand, wie auch das Bild das ein Mensch in der Klamotte darstellt. Und dieses gestaltet er sehr gerne als Stylist. Dabei stylt er Klamotten für den Menschen und nicht für den Trend oder das „Label“. So werden manche Designs extra angefertigt, aber auch selbst gekaufte Lieblingsstücke so zusammengestellt, dass das Outfit mit dem Typ/Menschen zusammen ein perfektes Bild ergibt. Aus den „Nebenprodukt“ – also aus den Stoffen, die unverarbeitet sind – entstehen dann neue Bilder. In einer eigens entwickelten Technik ergeben sich überwiegend graphische Motive und zwischendrin auch einmal ein Tierporträt. Um dem ganzen kreativen Input einen weiteren Ausgang zu geben fertigt er Zeichnungen an und schreibt u.a. für Fashionblogs und Magazine, wie auch für VOISZ.com

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