Kopenhagen – “Love of Freedom. Freedom to love.”

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©visitcopenhagen.com - Photo by Anne-Mie Dreves
©visitcopenhagen.com - Photo by Anne-Mie Dreves

Kopenhagen ist vielen noch fremd, dabei bietet die dänische Hauptstadt mit ihren knapp über 580.000 Einwohner eine Vielzahl lohnenswerter Höhepunkte. Für die LGBT-Community ist die nordeuropäische Stadt vor allem durch die Outgames 2009 ein relevantes Reiseziel geworden. “Love of Freedom. Freedom to love.” lautete der Slogan der World Outgames damals. Dieses Motto hat sich bis heute als Aushängeschild für das offene, entspannte und tolerante Kopenhagen gehalten. Die Stadt und das Land hat sich bereits jetzt als Anziehungspunkt für homosexuelle Dänen und Touristen gleichermaßen etabliert. Denn hier kann man sich frei, offen und vor allem man selbst sein.

Wie weltoffen Dänemark ist, sieht man bereits daran, dass es 1989 das erste Land der Welt war das die registrierte Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Partner anerkannte. Danes Eigil und Axel Axgil waren damals das erste das diese registrierte Partnerschaft einging – nach 40 Jahren Verlobung. Seit 2009 können die Paare auch Kinder adaptieren und seit 2012 sogar in der Kirche und im Rathaus heiraten.

Das Szeneleben
Darüber hinaus bietet Kopenhagen ein abwechslungsreiches Szeneleben. Dabei ist vor allem das Centralhjørnet aus dem Jahre 1917 einen Besuch wert. Es ist eine der ältesten Schwulenbars Europas und bietet einen guten Ausgangspunkt um in das Nachtleben der pulsierenden Stadt einzutauchen.

Doch die Dänen sind generell eher zurückhaltend. Regenbogen-Fahnen findet man deshalb nur selten in den Straßen. Einmal im Jahr jedoch, im August, legen die Kopenhagener ihre Zurückhaltung ab und zeigen sich stolz auf der Copenhagen Pride. Rund 100.000 Menschen nahmen in den vergangenen Jahren am Umzug durch die Kopenhagener Innenstadt bis zum Rathaus, der dann zum Pride Square umbenannt wird, teil. Ein weiteres großes LGBT-Ereignis ist das „MIX Copenhagen“, ein Filmfestival, das jeden Oktober stattfindet.

Einen wirklich guten Überblick, sowie eine umfangreiche Gaymap zum download mit allen Szenelocations, Restaurants, Bars, Cruising-Areas, Online-Datingsites und Events findet man online unter www.visitcopenhagen.com/gaycopenhagen Auf dieser Seite kann man sich über die Sprachenauswahl auch auf Deutsch informieren lassen.

Sightseeing
Neben der hohen Akzeptanz und einem großen Ausgehangebot bietet Kopenhagen zahlreiche Attraktionen und Sehenswürdigkeiten für jeden Geschmack und alle Interessen. Die meisten sind in der Stadt gut zu Fuß zu erreichen. Die drei berühmtesten Attraktionen in der Innenstadt sind sicherlich der mehr als 100 Jahre alte Vergnügungspark Tivoli, die Statue der kleinen Meerjungfrau am Langelinie Pier und die Freistadt Christiania. Aber Kopenhagen hat noch viel mehr zu bieten. Mit einer Geschichte, die bis in das Jahr 1043 zurückgeht, begegnen dem Besucher in der Stadt auf Schritt und Tritt historische Wahrzeichen, bedeutende Gebäude und interessante Sehenswürdigkeiten und Museen. Auf jeden Fall sollten das Schloss Amalienborg, wo die königliche Familie wohnt, und ein Spaziergang in der Shoppingmeile Strøget eingeplant werden.

Wer sich vor allem für Sightseeing interessiert sollte sich die „Copenhagen-Card“, die es bereits ab umgerechnet 50,- Euro für 24 Stunden gibt, besorgen. Darin enthalten ist bereits die kostenfreie Beförderung in den öffentlichen Verkehrsmitteln, sowie in der Bahn und darüber hinaus freier Eintritt zu 74 Museen und Sehenswürdigkeiten und zahlreiche Rabatte bei Attraktionen, Restaurants und Aktivitäten sowie bei der Automiete. Infos & Onlinebuchung unter www.copenhagencard.de

Beach as beach can
Wer Entspannung sucht, kann in Kopenhagen auf zahlreiche Strände zurück greifen oder sich von einem der Hafenbäder zu einem Sprung ins kühle Nass einladen lassen. So bietet beispielsweise der Amager Strandpark rund 4,6 Kilometer weißen Sandstrand mit Badelagune, Planschbecken und einer 1000-Meter langen Ruder- und Schwimmbahn an. Die zwei Kilometer lange Insel ist mit drei Brücken mit der Küste verbunden. An dem einen Ende der Insel liegen Sandstrände und Dünen. Am anderen befindet sich ein Bootshafen, eine Promenade und Erholungsflächen für Sport, Spiel und Picknick. Des Weiteren bietet das Islands Brygge Hafenbad ganze fünf Schwimmbecken an und der Strand Urban Beach lädt zu Sand, heißen Beats und Drinks ein.

Girls only
Für lesbische Kopenhagen-Besucherinnen ist das „Vela“ der Place-to-be. Die Location ist Kopenhagens einzige rein lesbische Bar und Nachtclub im trendigen Vesterbro-Viertel. Hier ist es nahezu egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit Frau Lust auf ein Bier, Shots oder einfach nur einem weiblichen Umfeld hat. Hier finden zudem regelmäßig kulturelle Veranstaltungen, wie Lesungen oder Electronic-Music Festivals statt. Mittwochs, donnerstags, samstags und sonntags finden zudem verschiedene reguläre Veranstaltungen statt. Dennoch lohnt es sich vorab über die facebook-Seite www.facebook.com/salonindigoCPH zu informieren.

Tagestrip nach Malmö
Knapp 45 km oder 30 Minuten mit dem Zug von Kopenhagen entfernt liegt Malmö. Malmö ist nach Stockholm und Göteborg die drittgrößte Stadt des Landes und wartet mit einer großen und abwechslungsreichen Szene auf. Ob die „Bee Kök & Bar”, der “Club Fame”, das vegane Organic-Café “Chez Madame”, der Club „Wonk” (Zugang ab 20 Jahren), dem „Cabaret Moulin“ mit Drag-Shows oder den Restaurants „Folk & Vänner” und „Moccasin mat & vin“ hat man die Qual der Wahl an Ausgehmöglichkeiten. Daneben bietet der Rock-Club „Tomboy” viele abwechslungsreiche Partys oder der Leder-Fetisch-Club “SLM” strenge Dresscode-Events an, der allerdings auch mal rein an Frauen gerichtet sein kann. Infos zu den Veranstaltungen im SLM findet man online unter www.slmmalmo.se

>>> Diese Artikel erschien erstmals im Reisemagazin Bonvoyage nachzulesen unter www.bonvo.de

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Peter Panzer ist Inhaber von PAN Medien und Herausgeber von VOISZ.com Seit 2004 ist er fester Bestandteil der schwul-lesbischen Medienwelt und wurde für diese Arbeit bereits mehrfach ausgezeichnet. Als gelernter Verlagskaufmann war er u.a. als Chefredakteur der blu München, als stellv. Chefredakteur der blu Deutschland und als Chefredakteur des Portals romeoliebtjulian.com tätig. Zudem moderierte er für den Online-TV-Channel „RLJ TV“ mehrere Sendungen und war CO-Moderator in div. lokalen TV-Formaten. Als freier Journalist arbeitete er für nahezu alle LGBTIQ-Medien in Deutschland und Österreich. Seit 2013 bringt Peter Panzer mit PAN Medien u.a. den Eventguide „SzeneTimer“, sowie die „CityMap MUNICH“ heraus.

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