“Grundregeln: Der perfekte Anzug für deinen Typ” by Holger Sommer

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©VOISZ.com
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Der klassische Anzug

Auch, wenn es vielen langweilig erscheint. Der klassische Anzug hat-kann-ist für jeden Mann geeignet. Es gibt einige grundsätzliche Dinge zu beachten. Dann klappt es auch mit dem guten Aussehen.

GRUNDSÄTZLICHES

Grundsätzlich sollte der Anzug am Körper anliegen, das heißt nicht zu weit aber auch nicht zu eng sein. Die Schultern des Sakkos sollten mit der realen Schulter abschließen und die Ärmel in der Länge so lang sein, dass die Hemdmanschetten etwa 1-1,5 cm herausschauen.

Normalerweise teilt die Sakko-Länge den Körper circa in der Hüfte. Doch hier lauern schon die ersten Fallstricke. Vorsicht, wenn der Oberkörper länger ist als die Beine. In dem Fall ist es besser, die Länge oberhalb der Hüfte zu halten. Beim kurzen Oberkörper sollte man das Sacco etwas länger als die Hüfte tragen.

Ebenso hilft es durch die Farbe des Anzuges dem Körper eine Kontur zu geben. Helle Farben besitzen eine offene Grenze, dadurch wirkt der Körper breiter. Dunkle Farben bewirken eine scharfe Abgrenzung und machen den Träger somit optisch schlanker.

ANZUG-TIPPS FÜR KLEINE, UNTERSETZTE MÄNNER

Anzug für kleine Männer ©Holger Sommer for VOISZ.com
Anzug für kleine Männer ©Holger Sommer for VOISZ.com

Bei einem untersetzen Korpus ist es wichtig den Körper optisch zu strecken.  Dazu kann man sich einiger kleiner Kniffe bedienen.

Derzeit sind die 2-Knopf Anzüge das Maß aller Dinge. Diese Form streckt den Körper. Auch ein schmales Revers verlängert den Körper, ein breites Revers macht den Korpus optisch „dicker“. Die Breite des Revers sollte man also auf die Breite des Körpers abstimmen.

Das Sakko darf nicht zu lang sein, damit die Beine nicht zu kurz wirken. Ebenso sind Unterteilungen wie ein auffälliger Gürtel zu vermeiden. Deshalb sollte die Gürtelfarbe sich der Farbe des Anzugs anpassen.  Die Manschetten sollten aus dem Sacco-Ärmel herausschauen, allerdings nur maximal einen Zentimeter. Andernfalls wirkt der Ärmel zu kurz.

Die Weite der Hose darf die Beine leicht umspielen, sonst entsteht zu schnell der Eindruck eines „Ballons“. Auch wenn viele es „bequem“ mögen – bequem ist für die heimische Couch reserviert. Ebenso der Aufschlag. Bei kurzen Beinen ist die optische Streckung das AH und OH.

Ein Tuch in der Brusttasche lenkt den Blick nach oben. Und da gehört der Blick der Mitmenschen auch hin. Mit Mustern auf dem Tuch sollte man sich allerdings in Zurückhaltung üben, hier sind unifarbene und kleine Ton-in-Ton-Muster zu empfehlen. Mit dem Krawattendesign darf etwas gespielt werden. Wichtig hierbei: Das Design sollte eine „streckende Wirkung“ haben.

ANZUG-TIPPS FÜR GROSSE, KRÄFTIGE MÄNNER

Anzug für große Männer ©Holger Sommer for VOISZ.com
Anzug für große Männer ©Holger Sommer for VOISZ.com

Bei körperlich großen (und schlanken) Männern verhält es sich genau umgekehrt. Wer sich als Mann optisch kleiner machen möchte, erreicht dies durch die „Unterbrechung“ des Körpers. Eine gute Möglichkeit bietet dazu der Gürtel. Hier gilt: dezent sichtbar.

Schwierig wird es, wenn die Proportionen zwischen Oberkörper und Beinen nicht in der Balance sind. Die Länge des Sakkos sollte hier die Einteilung zwischen oben und unten bestimmen. Das erzeugt einen Bruch des Körpers und lässt den Mann kleiner erscheinen.

Die meisten großen Männer tragen die Ärmel zu lang. Es empfiehlt sich die Manschette etwa 1,5 cm herausschauen zu lassen. Das sorgt für einen optisch verkürzten Eindruck.

Die Motive der Krawatte sollten breit wirken, damit die Körperlänge nicht noch weiter unterstrichen wird. Ebenso sollte das Revers die maximale Breite des klassischen Anzugs haben. Durch die Reverbreite wird der Oberkörper in seiner optischen Wirkung „kleiner“ gemacht.

Die Beine werden bei einer zu schlanken Hose schnell als Storchenbeine empfunden. Wichtig ist wieder das proportionale Verhältnis zwischen dem Volumen des Oberkörpers und dem optischen Volumen der Beine. Mein Tipp: Lieber die Hose etwas zu schlaksig als zu eng halten, um dem Oberkörper optisch eine feste Basis zu geben. Dies funktioniert am besten, wenn die Saccolänge im klassischen Bereich minus 1-1,5cm endet.

Die klassische Saccolänge endet an der abgeknickten Handinnenfläche. ACHTUNG hier wieder. Wie lang ist der Arm? Ist er besonders lang oder besonders kurz. In diesen Fällen, muss die Saccolänge sich an den Proportionen der Körpergröße ausrichten.

DER NORMAL GEBAUTE MANN

Anzug für normal gebaute Männer ©Holger Sommer for VOISZ.com
Anzug für normal gebaute Männer ©Holger Sommer for VOISZ.com

Der „normal gebaute Mann“ /Was immer das auch ist?/ ist für die Industrie der Mann für die Größen 48-50. Hier gibt es die größte Auswahl an Farben und Formen.  Doch was die Passform angeht lauern auch hier  die Fallen.  Denn letztendlich ist jeder Körper anders. Und damit es wirklich „passend“ aussieht. Hängt es von den Kleinigkeiten ab. Stimmt die Saccolänge, stimmt die Weite der Jacke. Sitzt die Schulter an der richtigen Stelle. Wie schon bei den beiden besprochenen Körpertypen. Die Proportionen, Verhältnisse im Gesamten muessen stimmen, damit der Mann gekleidet aussieht.

Das heißt die Hose nicht zu lang und nicht zu kurz. Ein kleiner Knick darf sein. Die Länge an der Ferse bis zum Absatz maximal, die Feinheit hängt von der Beinweite ab. Die Bundweite wie benötigt. Lieber nach dem Abnehmen von 4 Kilo den Bund enger machen lassen. Am Gesäß nicht zu viel an Stoff oder auch nicht zu eng. Locker ums Gesäß liegend, nicht mehr und nicht weniger. Das Sacco auch gut am, um den Körper anliegend. Die Ärmellänge so, dass die Manschette herausschaut. Die Saccolänge leicht um die Hüfte spielend.

Tipps, Tipps, Tipps

Jeder Hersteller hat seine eigenen Größentabellen. Von daher passen dem einen Herrn eine Anzuglinie wunderbar, andere Linien hingegen überhaupt nicht. Jeder sollte sich nach dem Hersteller umschauen welcher  mit den Maßen arbeiten, die dem Träger am nahesten kommen und/oder auch mit ein paar kleinen Änderungen anpassen lassen.

Grundsätzlich sollten die Ärmellänge, Hosenlänge, Bundweite bei jedem Anzug gerichtet werden. Von „Der GürtelengerMethode“ ist schlicht und ergreifende abzuraten.

Auch wer sich immer an die „Regeln“ hält, kann daneben greifen. Die genannten Anleitungen haben Ihre Gültigkeit, bei der richtigen Anwendung.  Die Wirkung des Anzuges hängt stets von vielen weiteren Faktoren wie Kombination der Farbe des Anzuges zum Hauttyp, Hautton, die Ausstrahlung, Körperhaltung, welches Hemd, Krawatte. Fliege, Gürtel, Schuhe werden dazu getragen, ab.

Des Weiteren kommt es darauf an, zu welchem Anlass der Anzug getragen werden soll. Steht der Träger selber im Mittelpunkt des Geschehens, ist er Begleitung. Sollen neue Kontakte geknüpft werden, um dem neuen, gewollten Kunden positiv ins Auge zu fallen, ihm im Gedächtnis zu bleiben? Oder geht es darum den eigenen Stil zu kreieren und sich selber damit ein Image für die Öffentlichkeit zu erschaffen.

All diese Faktoren spielen beim „sich Kleiden“ eine Rolle. Die Frage der Passform ist ein Teil im großen Ganzen. Für den Privaten und Businessbereich unabdingbar um wirklich gut dazustehen.

Suchen Sie sich eine Beratung des Vertrauens.  Schauen Sie ob es dem Verkäufer wirklich um Ihr gewünschtes Aussehen geht oder nur um den Verkauf.

Ihr Holger Sommer


©Atelier Holger Sommer
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Über den Autor Holger Sommer:
Holger Sommer ist gelernter Couturier und ein kreativer Typ, der das Bild liebt. Das Bild an der Wand, wie auch das Bild das ein Mensch in der Klamotte darstellt.

Und dieses gestaltet er sehr gerne als Stylist. Dabei stylt er Klamotten für den Menschen und nicht für den Trend oder das „Label“. So werden manche Designs extra angefertigt, aber auch selbst gekaufte Lieblingsstücke so zusammengestellt, dass das Outfit mit dem Typ/Menschen zusammen ein perfektes Bild ergibt.

Aus den „Nebenprodukt“ – also aus den Stoffen, die unverarbeitet sind – entstehen dann neue Bilder. In einer eigens entwickelten Technik ergeben sich überwiegend graphische Motive und zwischendrin auch einmal ein Tierporträt. Um dem ganzen kreativen Input einen weiteren Ausgang zu geben fertigt er Zeichnungen an und schreibt u.a. für Fashionblogs und Magazine, wie auch für VOISZ.com

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