Die Welt des Aquavit auf der Finest Spirits in München

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No 52 ©Holger Sommer
No 52 ©Holger Sommer

Das MVG-Museum an der Ständler Str. zwischen den alten Schienen und Waggons, war am letzten Januarwochenende die Location für all die feinen Geister, wo zur Spirituosen-Messe “Finest Spirits” geladen wurde. In der Halle wurden die Geschichte, die Herstellung und Reifezeiten von Whisky über Gin, über Wodka, Kräuterlikör und vielen anderen bis hin zum Aquavit präsentiert.

„Zweimal das Herrengedeck, bitte.“; so hieß es früher und wir bekamen einen eiskalten Malteser plus einem Bier. Auf der Finest Spirits wurde mein Wissen über den Aquavit nun auf den Kopf gestellt. Lange vergessen kam es mir wie eine Heimkehr vor. Etwas lang Vermisstes neu zu entdecken. Nur das ich es bisher nicht wusste.

Dank der hervorragenden Betreuung durch die Profis in Sachen Spirituosen: Jürgen Deibel und Christer A. Olsen wurde der Genuss, die neuen und alten Seiten des Aquavits kennenzulernen, angestoßen.

Linie Aquavit ©Holger Sommer
Linie Aquavit ©Holger Sommer

Der Klassiker, die Serie „Linie Aquavit“, destilliert aus der norwegischen Kartoffel, der dänische Aquavit wird aus Weizen destilliert, mit Kräutern und Gewürzen versetzt. Zusätzlich sorgt die lange Lagerzeit von bis zu 28 Monaten, Temperatur, Bewegung, einer Reise über den Äquator und zurück, weil durch die Besonderheiten der Bewegung, Temperaturwechsel, Luftfeuchtigkeit, das Sherryeichenfass, dieses besondere milde Aroma entstehen lässt. Zudem können die Reise Daten auf der Innenseite des Etiketts nachgelesen werden. So bekommt der Linie Aquavit, die ganz eigene Geschichte, die jedes der 1.000 Fässer, welche immer unterwegs sind, zu erzählen lohnt.

Gammel Opland ©Holger Sommer
Gammel Opland ©Holger Sommer

Bleiben wir auf den Schienen der Reise. Während der Linie Aquavit in seinem Geschmack kräftig mild daherkommt, im Nachgang spürt es besonders der Rachen. Kommt die Reihe des „Gammel Opland“ durch die bis zu 5 Jahre Lagerung ein so mildes vielfältiges Blumenbukett, dass die Sinne wie im Rausch dahinschmelzen. Jahre, Zeit um miteinander ein neues umfassendes Aroma einzugehen.

All die Würzigkeit, ob nun mild, ob nun kräftig, lassen sich für alle Aquavite in einem Achsendiagramm am besten Darstellen. Die horizontale Achse steht für die Gewürze, Kräuter. Die vertikale Achse steht für die Zeit und Fasssorte, es sind gebrauchte Fässer. Fässer, in denen vorher ein Sherry z. B. seine Würze bekommen hat. Und nun diesen Hauch, der im Holz sitzt, an den neuen Inhalt abgibt, womit die grundlegende Note bestimmt wird, die verschiedenen Sorten der Linie Aquavit z. B. erklärt sind.

In diesem Diagramm entsteht nun eine Fläche von Vielfalt, weil je nach Anzahl der Kräuter und Gewürzen, plus der Lagerzeit und in welchem Fass gelagert wurde, eine derartige Bandbreite entsteht, die sich in den verschiedenen Arten von Aquavit wieder spiegelt. Und auch mitbestimmend für die Farbe ist. Ob er nun klar wie Wasser oder in den funkelnden Bernsteintönen daherkommt.

Dill Aquavit ©Holger Sommer
Dill Aquavit ©Holger Sommer

Der Aquavit mit Dill, ja richtig gelesen, mit Dill – mir persönlich ist Dill vor allem in Kombination mit Lachs geläufig – verbunden. Dieser „Aalborg Dild“ begeistert durch eine unbeschreibliche Frische im Geschmack und eignet sich hervorragend zu Fisch und Schalentieren. Wer hätte das gedacht.

Nun noch ein spezieller Aquavit, der „Lysholm No 52“, hier fällt es jedem erst mal schwer, es herauszuschmecken: Gin oder? Ein speziell für Cocktails hergestellter Aquavit. Frisch im Geschmack, klar in der Farbe, mit elf verschiedenen Kräutern, unter anderem Koriander, Ingwer, Kümmel, Zitrone, Anis gewürzt, macht ihn so besonders für einen frischen, würzigen skandinavischen Cocktail.

Karibi Cocktail ©Holger Sommer
Karibi Cocktail ©Holger Sommer

Womit wir bei den Cocktails wären. Hier durfte ich zwei probieren, die mich als eher geneigter Biertrinker, nun restlos begeisterten. Dies lag sicherlich auch mit an Florian Saxinger, aus der Herzog Bar. Sein Gefühl und die Hingabe zum „Mixen“. Wunderbar seiner Fingerfertigkeit zuzuschauen und dann dieser Geschmack im Gaumen auf der Zunge. Rote Beete, Birne zusammen in einem Drink? Die pure Explosion an Sinnen beim ersten Schluck durch den Schaum hinweg. Frische Fruchtigkeit ergießt sich die Speiseröhre hinab.  Der Karibik Cocktail, so eine Leichtigkeit, die einen bei Sonne im weißen Sand liegen lässt. Und dies sind nur einige der Arten von Aquavit.

 

 

Ich möchte Euch, lieber Leser, nun lieber auf die eigene Reise schicken und die Vielfalt des Aquavit Spirits zu entdecken und persönlich kennenzulernen.

Nun noch: Vielen Dank an das Team von Arcus Norway

Holger Sommer

Mehr zu den vorgestellten Produkten findet ihr unter:

Finest Spirits www.finest-spirits-muenchen.de

Christer A. Olsen www.Arcus.No

Jürgen Deibel www.deibel-consultants.com

Florian Saxinger www.herzog.bar

 


©Atelier Holger Sommer
©Atelier Holger Sommer

Über den Autor Holger Sommer:
Holger Sommer ist gelernter Couturier und ein kreativer Typ, der das Bild liebt. Das Bild an der Wand, wie auch das Bild das ein Mensch in der Klamotte darstellt.

Und dieses gestaltet er sehr gerne als Stylist. Dabei stylt er Klamotten für den Menschen und nicht für den Trend oder das „Label“. So werden manche Designs extra angefertigt, aber auch selbst gekaufte Lieblingsstücke so zusammengestellt, dass das Outfit mit dem Typ/Menschen zusammen ein perfektes Bild ergibt.

Aus den „Nebenprodukt“ – also aus den Stoffen, die unverarbeitet sind – entstehen dann neue Bilder. In einer eigens entwickelten Technik ergeben sich überwiegend graphische Motive und zwischendrin auch einmal ein Tierporträt. Um dem ganzen kreativen Input einen weiteren Ausgang zu geben fertigt er Zeichnungen an und schreibt u.a. für Fashionblogs und Magazine, wie auch für VOISZ.com

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Holger Sommer ist gelernter Couturier und ein kreativer Typ, der das Bild liebt. Das Bild an der Wand, wie auch das Bild das ein Mensch in der Klamotte darstellt. Und dieses gestaltet er sehr gerne als Stylist. Dabei stylt er Klamotten für den Menschen und nicht für den Trend oder das „Label“. So werden manche Designs extra angefertigt, aber auch selbst gekaufte Lieblingsstücke so zusammengestellt, dass das Outfit mit dem Typ/Menschen zusammen ein perfektes Bild ergibt. Aus den „Nebenprodukt“ – also aus den Stoffen, die unverarbeitet sind – entstehen dann neue Bilder. In einer eigens entwickelten Technik ergeben sich überwiegend graphische Motive und zwischendrin auch einmal ein Tierporträt. Um dem ganzen kreativen Input einen weiteren Ausgang zu geben fertigt er Zeichnungen an und schreibt u.a. für Fashionblogs und Magazine, wie auch für VOISZ.com

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